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260 km Langstreckentörn mit dem Drachenboot auf der Donau
Vom 26.06. – 05.07. unternahm das Drachenbootteam „Freizeitbrigade“ der BSG Pneumant eine lang geplante Tour auf der „schönen blauen Donau“.
12 Mitglieder wollten sich zusammen der Herausforderung stellen, an insgesamt 7 Paddeltagen von Schlögen bis nach Wien zu fahren. Mit dabei in einem zweiten Boot eine Schülermannschaft aus Potsdam.
Beginnend in Schlögen wurde am ersten Tag nach einer kurzen Paddelfahrt gegen die Strömung ein Blick auf die Schlögener Schlinge erwandert, einer Schleife der Donau. Weitere Tages-Etappen waren Linz, Grein, Emmersdorf, Dürnstein in der Wachau, Tulln, bis dann die Skyline von Wien am letzten Tag das Ende der Fahrt bedeutete.
Unsere Fahrt im einzelnen:
26.06. Beginn unserer Donautour Schlögen => Wien mit Anreise nach Schlögen
Knapp 11h durch Deutschland, Tschechien und Österreich. Unterkunft „Zum heiligen Nikolaus“ mit Gasthof. Dort abends Abendessen mit österreichischen Spezialitäten…
27.06. Zweiter Tag=> im Bereich Inzell-Schlögen
Nach einem guten Frühstück die Drachenboote ins Wasser gebracht und gegen die Strömung nach Schlögen gepaddelt. Am dortigen Gästeanleger festgemacht und im Restaurant „Schlögener Schlinge“ den Blick auf die Donau genossen ( und wieder österreichische Spezialitäten…). Anschließend gut gestärkt eine Wanderung zum Schlögener Schlingenblick. 1,4km=> aber mit guter Steigung (Bergwertung…). Dann wieder zurück mit dem Boot nach Inzell und auf einer Sandbank noch mal schnell abgekühlt.
28.06. Schlögen=>Linz: 47 km, 2 Schleusen
harte Tour, die manchen an die Leistungsfähigkeit gebracht hat. Wir sind in Linz angekommen… fertig, aber glücklich. Morgen Ruhetag in Linz. Danke an die Schleusenleute von viadonau , das wir nicht lange warten mussten…
29.06. Ruhetag in Linz. Umsetzen der Autos nach Wien und erkunden von Linz (nach eigener Aussage die am meisten unterschätzte Stadt in Österreich). Kräfte tanken für den nächsten Abschnitt….
30.06. Linz => Grein: 54 km, 2 Schleusen, Donau fast keine Strömung…
Nach einer kurzen Nacht ( WM nun weiter ohne D…) und Problemen, unser Gepäck von der Unterkunft zum Kanuclub auf dem anderen Donau-Ufer zubekommen, dann kurz vor 09:00Uhr auf dem Wasser (dank Uber Gepäcktransport noch geschafft). Wir teilen uns den Fluss mit vielen Ruderern und Paddlern, die an der 69. Tour International Danubien (TID) teilnehmen. Es ist wieder ein heißer Tag…. Nach Durchfahren des Industriegebietes in Linz dann wieder in der freien Natur. Das Gelände steigt wieder an und vor Grein sind wieder Berge rund um der Donau. Kurz vor 19 Uhr dann in Grein angekommen, im Gasthof Zur Traube Zimmer bezogen und mit Donaublick noch etwas gegessen.
01.07. Grein=> Emmersdorf: 44km, 2 Schleusen.
Nach einem guten Frühstück im Hotel wieder ab aufs Wasser. Bis zur Schleuse Persenbeug 19km gut geschafft. Die Schleuse besichtigen können; die Kollegen von der viadonau erklärten die Geschichte und stellten sich unseren Fragen.
Starker Rückenwind, der zum Segeln einlud. Im Schleusenbereich der Schleuse Melk so stark und mit hohen Wellen verbunden, das wir richtig zu tun hatten… dann zog die angekündigte Regenfront durch und wir wurden auch noch von oben nass… Eine Gruppe von fast 60 Paddlern der 69. Tour International Danubien (TID) geriet in „Seenot“ und musste gerettet werden In Emmersdorf nach dem Essen Übernachtung in Holzfässern auf dem Campingplatz.
02.07. Emmersdorf=>Dürnstein: 29km, Donau mit guter Strömung (fast 6km/h).
Heute ging es durch den schönsten Abschnitt auf der Tour, die Wachau. Berge, Hänge mit Weinreben, Schlösser, kleine Dörfer an der Donau. Einfach schön…. In Dürnstein Stadtrundgang mit Besichtigung der Altstadt. Bis 18Uhr Unmengen von Touristen hauptsächlich aus Kreuzfahrtschiffen. Danach alles leer und die Geschäfte/Weinstuben/Gaststätten zu… Wir haben aber noch eine mit Blick auf Weinstöcke und Donau gefunden.
03.07. Dürnstein=>Tulln 44km: 1 Schleuse, mäßige Strömung….
Nach wenigen Kilometern ändert sich die Landschaft. Keine Berge und Weinhänge, sondern flaches Land, in dem die breite Donau fliesst. Tulln: absolut sehenswert! Was eine Landesgartenschau für eine Stadt bedeuten kann, sieht man hier. Abends noch im Adler-Bräu eingekehrt.
04.07. Tulln=>Wien: 27km, 1 Schleuse Letzte Etappe der insgesamt 260km-Tour….
Das Wetter zeigt sich noch einmal von der besten Seite und die Donau hat nach der Schleuse Greifenstein wieder ein wenig mehr Strömung. An der Fähre Klosterneuburg eine kurze Rast, bevor es dann bei km 1935 heißt: Boote aus dem Wasser und rauf auf den Trailer. Nach einer Nacht in Wien geht es dann wieder zurück in die Heimat… Respekt an die Schülermannschaft im zweiten Boot, die die Tour auch absolviert hat.
Spannend waren die insgesamt acht Schleusen auf der Strecke mit teilweise über 10m Fallhöhe. In eine der dortigen Schleusenkammern würde die Schleuse Fürstenwalde mehr als sechs Mal passen… An der Schleuse Ybbs-Persenbeug bekam wir sogar eine Führung über die Schleuse und den Steuerstand. Hier erfuhr wir viel über die Geschichte der Schleusen, Kraftwerke und deren Funktion.
Temperaturen von anfangs 35°C, Tagesetappen von teilweise über 50km bei einer unerwartet geringen Strömung der Donau und ein Unwetter brachte die Teams an manchen Tagen an seine Grenzen.
Unser Fazit: die interessanten Orte, die schöne Landschaft, die netten Menschen und österreichischen Spezialitäten entschädigten das Team für die Mühen. Wir sind zusammengewachsen und freuen uns nun wieder auf unsere kurzen Rennstrecken.













